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ERLEBNIS DAFF 2018

Deutsche Filmfestspiele in Rain/Lech 10.- 13. Mai 2018
Die DAFF – Filmfestspiele sollte man sich eigentlich nicht entgehen lassen – besonders, wenn diese unter weiß-blauem Himmel, also in Bayern, stattfinden. Neben den zu erwartenden Spitzenfilmen lockten besonders die sprichwörtliche Gastfreundschaft, deftige Kost und süffiger Gerstensaft.

Wir reisten schon am Mittwoch, den 9. Mai an, um uns in Ruhe einzuquartieren und im Städtchen umzusehen.

Der erste Festspieltag, Donnerstag, begann gegen 15 Uhr mit der üblichen Eröffnung und Begrüßung durch Bürgermeister Gerhard Martin und unseren Präsidenten Marcus Siebler.
Gleich anschließend begann die Eröffnungsfeier mit einem Clip über das Donau–Riess und zwei „feschen Buam“, die uns fast 30 Minuten mit folkloristischen Songs im Bierzelt–Sound zu unterhalten versuchten. War gut gemeint, aber für uns BDFA’ler etwas ungewohnt.
Es schlossen sich 2 Filmblocks mit anschließender Jurybesprechung an.

Am Freitagmorgen waren zwei Ausflüge angeboten: Besichtigung von Neuburg/Donau oder Besuch des DEHNER–Blumenparks. Als Gartenliebhaber wählten wir letzteren – wirklich sehr lohnend, wenn man ein Faible für Gartengestaltung hat.

Ab 13 Uhr begann die Vorführung der Filme vom Jugendblock, ab 15.3o Uhr wieder BDFA – Filme bis nach 22 Uhr. Schon um 9.3o Uhr startete der Filmblock F am Samstag, Schnellfrühstück damit wir nichts versäumen. Um 16.15 Uhr Filmblock MINUTENCUP. Wie immer sind 8 Filme in der Endauscheidung, immer zwei Minuten-Filmchen treten gegeneinander an. Abgestimmt wird per Handzeichen. Für „… oder so!“ stimmten die Mehrzahl als besten Film, „Glück im Unglück“ – eine etwas frivole Story, kam auf Platz 2. Beide Filme gehen zur UNICA.

Wie immer am Samstagabend – der Filmball im ansprechenden Festsaal des Blumenhotels Dehner. Nach dem Dinner unterhielten uns die Nachwuchs – Trachtentanzgruppe und die Showtruppe des Faschingsvereins. Als weiteres Bonbon, eine kleine Band, die nicht nur gekonnt unterhielt, sondern auch zum Tanzen animierte.

 

Kommen wir zu den Filmen. Die Gewinner der 7 OBELISKEN sind auf der HomePage DAFF2018 .
Von den rund 47 Filmen  möchte ich nur einige herausheben. „JÄGER“, ein Unterwasserfilm aus der Karibik, der die Jagd auf den Rotfeuerfisch zum Thema hat. Ein Fisch, der dort nicht heimisch ist und großen Schaden bei den Jungfischen anrichtet. Unser Filmfreund Frank Lauter zeigte „BRAUNSBACH – LEBEN NACH DER FLUT“ – diesen Film kennen wir  schon. Jedes Mal bin ich tief beeindruckt und berührt von dieser furcht

baren Katastrophe. „NAIV“ – ein Verhör, das nicht ganz in die richtige Richtung läuft. Super, die jungen Schauspielerinnen.

„OEDIPUS“, da wird der antike Sagenstoff des griechischen Königs mit animierten Zeichnungen nacherzählt. Die Abiturientin Paula Preller hat diesen Film im Rahmen eines Lateinprojekts produziert. Phantastische Zeichnungen in Pastell und Stift, am PC farblich stimmungsvoll aufbereitet.

Dann der Konkurrenzfilm, der die „ MUSIKMASCHINE“ unseres Clubkameraden Rainer Hofmann verdrängte. „ALLES GANZ NATÜRLICH“, das war schon allererste Sahne, super animiert streiten sich 2 Roboter, aber letztlich happy end. Nicht, dass DIE MUSIKMASCHINE nicht mithalten konnte, es war die Story, die diesen Film zur DAFF weiterbrachte.

Sehr beeindruckend „MEINE DREI BRÜDER“, die wahre Begebenheit einer Besteigung des Matterhorns, die für alle tödlich endete. Filmisch eher durchschnittlich, aber menschlich sehr berührend.

Dass unser Landesverband zwei Obelisken für „SCHWARZWALD“ von Jürgen  Bergmann und „RENI“ von Josef Pettinger  mitnehmen konnte, freute unseren Präsidenten Walter Reichhart ganz besonders. Beide Filme wurden zur UNICA 2018 weiter empfohlen.

„HAVANNA – BLUES“ von Michael Preis zeigt das Leben der Menschen in der kubanischen Metropole, „ALLTAG IM SLUM VON MATHARE VALLEY“ des Karlsruher Autorenpaares Doris und Cord von Restorff zeigt eindringliche Szenen aus diesem Slum. Beide Filme kamen nicht in die Endausscheidung.

Dies sind nur einige Filme, die uns besonders im Gedächtnis blieben. Ich denke, wir werden die o.g. Highlights an einem Clubabend zu sehen bekommen. Unbedingt.

Erwähnenswert auch die Jury, die selten harmonisch die Filme besprach. Am besten gefiel uns Isabel Dziewiatka, beruflich Cutterin, die in klaren Worten umriss, was einen gelungenen Film ausmacht.

Erfreulich, dass aus unserem Landesverband viele bekannte Freunde wie die Schulzes, von Restdorffs, Rütters, Werner Rothenöder, die Bergmanns, Josef Pettinger mit Frau, die Lauters, Leo Hippold mit Frau Rita vertreten waren. Und am Samstag kam ein ganzer Bus mit 25 Reutlinger Filmfreunden, die ihren Clubausflug zur DAFF machten.

Wirklich bedauerlich, dass vom LFC nur wir die DAFF besuchten, dabei hätte sich ein Besuch wirklich gelohnt, denn die Beiträge der diesjährigen Festspiele waren absolute Spitzenklasse.

An allen Tagen war die Halle sehr gut besucht. Fallschirme an der Decke und Stoff an den Wänden sorgten für gute Akustik. Perfekt die Organisation des Filmclubs Rain, der nur aus elf Mitgliedern besteht!

Es gab schon DAFFs, die eine Enttäuschung waren bezüglich Lokalitäten – Programm und Organisation, aber auch filmisch. Dieses Festival war eine rundum gelungene Veranstaltung, einziges Minus – wir mussten bei strahlendem Sonnenschein im „Dunkeln“ verbringen. (weitere Daten bitte auf der .)

Marianne u. Siegfried Zittinger

 

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