Der Filmton

Wer seine Filme nicht nur auf dem Heim – Fernseher vorführt, sondern auch in die Öffentlichkeit geht (Filmclub / Vorträge usw.) sollte bzgl. Vertonung einige Punkte beherzigen:

Wir unterscheiden gleich einmal die Aufzeichnung des fertigen Filmes auf DV–Mini (Masterband) und dem Medium DVD.

Egal, ob Sie auf DV, Band oder DVD ausspielen, äußerst wichtig ist die Endkontrolle des Filmtones über eine Stereo–Anlage mit entsprechenden Lautsprechern. Eine Endkontrolle, etwa über Kopfhörer oder den sog. Lautsprechern im Fernsehgerät, ist nicht ausreichend.

Unzählige Vorführungen auf Großbildleinwand, in Verbindung mit externen Lautsprechern in grossen Räumen haben gezeigt, dass fast immer ein Unterschied in der Tonwiedergabe zwischen Heimgerät und Großbildprojektion hörbar ist.

Mitglieder unseres Filmclubs behaupten immer wieder (sicher zu recht), dass bei ihnen zu Hause die Tonwiedergabe in Ordnung ist. Erst bei der Projektion im Clubraum werden die „Mängel“ hörbar.

Ein immer wiederkehrendes Übel ist die zu laute Einpegelung der Musik. Ist der Kommentar zu leise gesprochen oder eingepegelt, so überlagert die Musik den Kommentar. Dieser wird schwer oder gar nicht verständlich. Also Musik runterregeln (6 – 8 dB), Kommentar bei 0 dB einspielen.

Schon ‚mal Ton-Veränderungen aufgefallen ?

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass es bei der Wiedergabe von Filmen vom DV–Band oder einer DVD, tonliche und bildliche „Unterschiede“ gibt?

Die beste Bild– und Tonwiedergabe erzielen Sie in jedem Fall mit dem gängigen DV–Mini Band. Hier kommen auch Tonabsenkungen, Tonauf- / Abblendungen sowie Bildübergänge so rüber, wie Sie diese auf Ihrem Schnittsystem bearbeitet haben.

Bei der DVD werden die Daten ja nochmals erheblich komprimiert. Nicht nur mir ist aufgefallen, dass bei Tonab –/ Aufblendungen diese Blenden nicht so kommen, wie diese programmiert wurden. Gleiches gilt für Bildblenden. Die Tonblenden werden durch die Kompression schneller, was auch für die Bildübergänge zutrifft.

Da ich dies erkannt habe, werde ich in Zukunft, besonders bei Tonblenden, darauf achten, diese zeitlich etwas länger zu setzen und somit den Negativeffekt bei DVD auszugleichen.

An einem der nächsten Filmabende – oder auch im Rahmen der FILMWERKSTATT – könnten wir diese Effekte einmal praktisch demonstrieren.

Viel Erfolg
Ihr Siegfried Zittinger