Schon in der Steinzeit saßen sie am Feuer, in ihrer Höhle, erzählten Geschichten. um Informationen weiterzugeben, die Welt zu verstehen, Zusammenhänge aufzuzeigen und Erfahrungen zu verarbeiten. Neue Techniken wurden entwickelt, Ritzzeichnungen, Schrift, Malerei, Buchdruck, Fotoapparat, Videokamera und vieles mehr. Die Menschen erzählten und erzählen noch heute – doch es blieb dasselbe: ihre Schilderungen verbinden Menschen, geben ihnen Mut, Träume, Motivation.
Seit vielen Jahren wird auch die Computertechnik dazu eingesetzt – die alten Methoden – Stift und Papier – sind damit aus dem Blick geraten.
Tatsächlich??? Nein, Horst Geyer konnte uns im Ludwigsburger Filmclub eines Besseren belehren. Er hat eine Begebenheit auf Papier gebracht, mit Protagonisten, mit einer Handlung, mit zwei Zeitebenen, mit Momenten der Ruhe und des Spannung, mit einem Konflikt und seiner Lösung. 75 Einzelblätter hat er dazu angefertigt, Strichzeichnungen mit colorierten Elementen. Aneinandergereiht schildert er damit eine Begebenheit.
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Laut Horst hat er dabei sein Zeichentalent entdeckt: „Ich wusste gar nicht, dass ich das kann!“, erklärt er, über sich selbst erstaunt und es hat ihm offensichtlich Spaß gemacht. Die Blätter fotografierte er anschließend und setzte die Aufnahmen zu einem Film zusammen, untermalt mit einem ruhigen, sachlichen Kommentar – eine kreative Art, alt-bewährte Techniken mit neuen Möglichkeiten zu verknüpfen.
Waltraut Kruse

