Am 21. und 22. März 2026 war das Kultur- & Kongresszentrum „K“ in Kornwestheim die Bühne für das 91. Landesfilmfestival der Film-Autoren Baden-Württemberg. Auf der großen Leinwand wurden 41 Filme mit fast neun Stunden Filmerlebnis gezeigt. Filmemacherinnen und Filmemacher aus ganz Baden-Württemberg präsentierten Dokumentationen, Reportagen und Spielfilme. Der LFC war mit sechs Beiträgen stark vertreten.

Die neue Maschine hat überraschend gute Funktionen, die allerdings noch ausbaufähig sind. Autor Frank Melchert hat ihr einen roten Knopf hinzugefügt – doch welche Funktion hat er? Nicht jeder lässt sich durch eindringliche W
arnungen davon abhalten, ihn zu drücken. Das Unheil nimmt seinen Lauf. Frank erhielt für seinen Film einen 2. Preis; der Film wird zum Bundesfilmfestival Fiktion nach Schrobenhausen weitergeleitet.
Arctic close to nothing ist ebenfalls von Frank Melchert und zeigt eine außergewöhnliche Reise nach Nordnorwegen im tiefsten Winter. Großartige Aufnahmen mit den flirrenden Polarlichtern, dem sternenübersäte Himmel und Drohnenaufnahmen von den Schlittenhunden nehmen den Zuschauer mit in eine eisige Welt – und in eine beruhigende Stille. Frank erhielt für seinen Film einen 1. Preis, sowie den Sonderpreis „Besonderer Reisefilm – Reisebericht“; der Film wird zum Bundesfilmfestival Doku nach Harsefeld weitergeleitet.
Im Film Deine Freiheit wünschte ich dir zeigt der Autor Orcas, die im Rahmen einer Wildtiershow Dressurakte vorführen müssen. Die schwarz-weißen Aufnahmen der Show kontrastieren mit den farbintensiven Bildern von freilebenden Orcas im Meer. Klaus Menzers Film berührt, macht traurig: „Müssen wir das den Tieren antun? Nur zu unserer Unterhaltung?“ – dieses Fazit stellt allgemein die Frage nach dem Umgang mit Tieren. Klaus erhielt für seinen Film einen 2. Preis, sowie den Sonderpreis „Bemerkenswerter Naturfilm“; der Film wird zum Bundesfilmfestival Natur nach Kirkel weitergeleitet.
Persepolis war eine Residenzstadt des antiken Perserreichs; Reza Shakory erklärt uns die noch heute faszinierenden Ruinen von Persepolis. Eine sehr gute Dramaturgie mit durchgehend schwarz-weiß-gehaltenen Aufnahmen und ein informativer, gut-gesprochenen Kommentar nehmen die Zuschauer auf diese bewegende Reise mit.
„Keine Weltmacht bleibt ewig!“ ist Rezas eindringliche Botschaft. Reza erhielt für seinen Film einen 2. Preis; der Film wird zum Bundesfilmfestival Doku nach Harsefeld weitergeleitet

mach Dein Ding kombiniert Animationen mit Realbildern; es entsteht eine bewegende Geschichte über Anderssein, Selbstvertrauen und die Stärke, den eigenen Weg zu gehen. Der Film hat den klassischen Aufbau einer Fabel: die Tiere werden vorgestellt, es folgt die kleine Handlung und gegen Schluss die Wende. Waltraut erhielt für ihren Film einen 2. Preis; der Film wird zum Bundesfilmfestival Fiktion nach Schrobenhausen weitergeleitet.
Die Eisenbahnbrücke über den Firth of Forth in der Nähe von Edinburgh wurde im März 1890 eröffnet. Mit detailreichen Animationen wird von Waltraut die Konstruktion der Fundamente erklärt, der Wechsel von historischen schwarz-weiß Fotos zu aktuellen Aufnahmen von der rostroten Konstruktion verknüpfen das früher und jetzt. Ein zwar trockenes Thema, aber visuell und informativ gut verständlich und unterhaltsam rübergebracht.
Waltraut erhielt für ihren Film einen 1. Preis, sowie den Sonderpreis „lehrreichster Film“; der Film wird zum Bundesfilmfestival Doku nach Castrop-Rauxel weitergeleitet.
Zusammengestellt von Waltraut Kruse