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Ludwigsburg Beim 91. Landesfilmfestival der Film-Autoren Baden-Württemberg im März 2026 präsentierten Filmemacherinnen und Filmemacher aus Baden-Württemberg ihre Dokumentationen, Reportagen, Natur- und Spielfilme. Der Ludwigsburger Filmclub e.V. war mit sechs Produktionen vertreten – und konnte mit allen eingereichten Filmen hohe Auszeichnungen erzielen. Mehrere Beiträge erhielten zusätzlich Sonderpreise und wurden zu den Bundesfilmfestivals sowie zu den Deutschen Filmfestspielen weitergeleitet.
Besonders erfolgreich war Waltraut Kruse mit ihrem Film über die bekannte „Eisenbahnbrücke über den Firth of Forth“ bei Edinburgh von 1890. Mit detailreichen Animationen erklärt sie die Konstruktion der Fundamente und rekonstruiert anhand historischer Ingenieurbeschreibungen den Bau der Brücke. Der Wechsel zwischen historischen Schwarz-Weiß-Fotografien und aktuellen Aufnahmen der rostroten Stahlkonstruktion verbindet Vergangenheit und Gegenwart eindrucksvoll miteinander. Auch die Schattenseiten des Großprojekts – Unfälle und Todesfälle während der Bauzeit – werden thematisiert. Beim Bundesfilmfestival Doku in Castrop-Rauxel erhielt die Filmautorin dafür eine Goldmedaille sowie den Sonderpreis für die „Beste Montage“. Der Film ist außerdem zu den 84. Deutschen Filmfestspielen (DAFF) im Oktober nominiert. Mit „Arctic close to nothing“ entführt Frank Melchert das Publikum in den hohen Norden Norwegens – mitten im Winter. Beeindruckende Aufnahmen von Polarlichtern, sternenklarem Himmel und Drohnenbildern von Schlittenhundgespannen vermitteln die besondere Faszination einer Reise in die winterliche Arktis. Für seinen Film erhielt Melchert beim Bundesfilmfestival Doku in Harsefeld eine Silbermedaille. Auch dieser Beitrag ist für die Deutschen Filmfestspiele nominiert. Klaus Menzer setzt sich in seinem Film „Deine Freiheit wünschte ich dir“ kritisch mit Orcas in Wildtiershows auseinander. Schwarz-weiße Bilder von Dressurvorführungen kontrastieren mit farbintensiven Aufnahmen frei lebender Tiere im Meer. So entsteht ein eindringlicher Film über den Umgang des Menschen mit Tieren zu Unterhaltungszwecken. Der Beitrag wurde beim Bundesfilmfestival Natur in Kirkel gezeigt und ist ebenfalls für die Deutschen Filmfestspiele nominiert. Eindrucksvoll präsentiert sich „Persepolis“ von Reza Shakory. Der Film widmet sich der einstigen Residenzstadt des antiken Perserreichs und ihren bis heute faszinierenden Ruinen. Durchgehend in schwarz-weiß gehaltene Bilder, eine starke Dramaturgie und ein informativer Kommentar machen die historische Reise besonders eindrucksvoll. Die zentrale Botschaft des Films lautet: „Keine Weltmacht bleibt ewig.“ Der Film wurde beim Bundesfilmfestival Doku in Harsefeld gezeigt. Humorvoll und zugleich spannend geht es in Frank Melcherts Kurzfilm „Die neue Maschine“ zu. Eine scheinbar harmlose Maschine erhält einen roten Knopf – doch niemand weiß genau, welche Funktion er besitzt. Trotz eindringlicher Warnungen wird der Knopf gedrückt, und das Unheil nimmt seinen Lauf. Der Film wurde beim Bundesfilmfestival Fiktion in Schrobenhausen mit einer Bronzemedaille ausgezeichnet. Ebenfalls Bronze erhielt Waltraut Kruse für ihren Film „mach Dein Ding“. Durch die Verbindung von Animation und Realaufnahmen entsteht eine berührende Geschichte über Anderssein, Selbstvertrauen und den Mut, den eigenen Weg zu gehen. Der Film orientiert sich am klassischen Aufbau einer Fabel und überzeugte die Jury beim Bundesfilmfestival Fiction in Schrobenhausen. Bereits aus dem Jahr 2025 stammt Reza Shakorys Kurzfilm „Schachmatt“. Der Film zeigt, wie man ganz geschickt an Geld kommt. Nach einer Bronzemedaille beim 32. Minutenfilmfestival des Bundesverbands Deutscher Filmautoren (BDFA) wurde der Beitrag zu den Deutschen Filmfestspielen weitergeleitet. Inzwischen wurde „Schachmatt“ ausgewählt, den BDFA beim internationalen „World Minute Movie Cup“ der UNICA im August 2026 zu vertreten. Der Ludwigsburger Filmclub blickt damit auf ein außerordentlich erfolgreiches Festivaljahr zurück und bestätigt erneut seine starke Stellung innerhalb der baden-württembergischen Filmszene. Mit mehreren Auszeichnungen und Nominierungen bei Bundesfilmfestivals konnten die Filmschaffenden des Clubs sowohl thematisch als auch gestalterisch überzeugen. Die Vielfalt der prämierten Beiträge – von dokumentarischen Arbeiten über Natur- und Reisefilme bis hin zu gesellschaftskritischen Themen – spiegelt das breite kreative Spektrum des Vereins wider. Alle ausgezeichneten und nominierten Filme werden im Herbst im Rahmen eines öffentlichen Filmabends des Ludwigsburger Filmclubs nochmals präsentiert. Dabei haben Besucherinnen und Besucher Gelegenheit, die Filmemacher persönlich kennenzulernen und Einblicke in die Entstehung der Produktionen zu erhalten. Interessierte Gäste sind hierzu herzlich willkommen. Waltraut Kruse |
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