33. VIDEOGRAFIKA 2017

33. VIDEOGRAFIKA 2017

…nun ist es soweit, wir sind mit unseren Vorbereitungen sehr gut fertig geworden. Es war zum Schluss etwas stressig, doch glauben wir dass sich die gemeinsamen Anstrengungen lohnen werden.
Wie schon berichtet wird im Ludwigsburger Kulturzentrum von unserem LFC am 18. + 19.11.17 die 33. VIDEOGRAFIKA 2017 ausgerichtet.
Am Samstag, den 18.11.2017 findet um 10:00 Uhr die Eröffnung statt. Bis ca. 21:30 Uhr sehen wir  28 Filme. Am Sonntag sind noch 16 Filme im Programm. Beginnen werden wir am Sonntag um 09:30 Uhr, die Preisverleihung wird gegen 17:00 Uhr stattfinden.
Den Hauptpreis wird Herr Oberbürgermeister Werner Spec überreichen. Darüber hinaus wird uns der 1. Vorsitzende und Präsident des BDFA – Herr Marcus Siebler – einen zwei tägigen Besuch abstatten.
Neben dem Filmwettbewerb präsentiert uns Siegfried Zittinger seine Gemälde in Acryltechnik, Rainer Hofman stellt seine kinetischen Objekte und Video-Installationen aus.
Im Kleinen Saal des Kulturzentrum werden wir eine Cafeteria einrichten und alle Gäste mit Kaffee, Kuchen und weiteren Leckereien bewirten.
Somit gibt es viele Gründe gemeinsam mit allen anderen Filmfreunden dieses Wochenende unserem Hobby zu widmen.
An dieser Stelle sagen wir schon jetzt im Voraus allen Helfern ein recht herzliches Dankeschön dafür, dass ihr uns Eure Zeit schenkt.

Alle weiteren Informationen findet Ihr auf    https://www.bdfa-lvbw.de/118/videografika   .

Auf Euer aller Kommen freuen wir uns und senden viele Grüße und ein „Auf Wiedersehen“ bei der 33. VIDEOGRAFIKA 2017 im Ludwigsburger Kulturzentrum.
Wir sehen uns… – Ihr / Euer LFC-Vorstand.

2. Platz bei WMC – One Minute Cup 2017

2. Platz bei WMC – One Minute Cup 2017

Reza Shakory erringt mit seinem 1-Minuten-Film „Ausfahrt freihalten“ beim One Minute Cup 2017 den 2. Platz! Einen ganz herzlichen Glückwunsch!
Die eindrucksvolle Karriere dieses im Slapstick-Manier gefilmten 1-Minuten-Filmes ist äußerst eindrucksvoll.
Der Film startet beim BDFA-Sonderwettbewerb Minuten-Cup in Senftenberg. Dort gewinnt er eine Bronze-Medaille und wird zu den DAFF 2017 nach Radolfzell nominiert.
In Radolfzell wird der Kurzfilm in einem spannenden Ausscheidungsverfahren als zweiter BDFA-Beitrag zu dem One Minute Cup 2017 der im Rahmen des World Movie Contest der UNICA statt findet weiter gemeldet. Alle nominierten 1-Minuten – Filme wurden in einer Vorausscheidung gesichtet und „Ausfahrt freihalten“ kam ins Finale. Der Film erringt im Finale gegen internationale Konkurrenz einen 2. Platz.
Parallel startete der Film über den Regionalwettbewerb – 2. Platz bei der 32. VIDEOGRAFIKA 2016 in Lahr. Die Auszeichnung ist ein 2. Preis. Auf Bundesebene läuft der Film auf dem Bundesfilmfestival „Fictionaler Film“ in Schrobenhausen. Ach ja, nicht zu vergessen. „Ausfahrt freihalten“ erringt beim Clubwettbewerb einen 1. Preis.
Diese wunderbare 1-Minuten – Geschichte haben Reza und Nathalie an einem Samstag abgedreht. Durch den konsequenten Schnitt und das Finish in historischem Filmlook macht den Film immer wieder sehenswert. Nochmals herzlichen Glückwunsch!

Rainer Hofmann erhält Kulturehrung

Rainer Hofmann erhält Kulturehrung

Rainer Hofmann erhält für den Erfolg seines Filmes „Hauptsache Netz“, der Film erhielt beim World Movie Cup 2016 eine Silbermedaille, am Freitag den 12.05.2017 die Ehrung der Stadt Ludwigsburg.

Ute Pohl & Gerhard Böhmler siegreich

Ute Pohl & Gerhard Böhmler siegreich

Ute Pohl & Gerhard Böhmler gewinnen mit ihrem Film „Geborgene Zwischenräume“ beim BDFA-Bundesfilmfestival Dokumentarischer Film in St. Wolfgang eine Silber-Medaille. Dieser Film wird zu den 75. Deutschen Filmfestspielen des „nicht kommerziellen“ Filmes nach Radolfzell nominiert.

Bericht von der JHV 2016/17

Bericht von der JHV 2016/17

Neues von der Jahreshauptversammlung 2016/17 Ludwigsburger Filmclub

Liebe Clubmitglieder

wieder ist ein Club Jahr vergangen. Der Vorstand hat seine Berichte geliefert, die Kassenprüfer haben entlastet und ebenso wurde es der Vorstand.

Es gab turnusmäßige Neuwahlen: 1. Vorsitzende, Technischer Leiter und Schatzmeister. Die Alten – Heidemarie Ritter, Volker Drittel und Klaus Menzer sind die Neuen. Für das seit Gerds Ausfall vakante  Kassierer-Amt hat sich seine Stellvertreterin Ute Pohl bereitgefunden und wurde gewählt, ohne dass sie dem Vorstand angehören muss.

Die Vorstandschaft hat sich auf 5 Mitglieder verkleinert: einmal, weil Gerd Böhmler wegen schwerer Erkrankung für längere Zeit ausfällt und Reza Shakory wegen beruflich zeitlicher Belastung selten im Vorstand sein kann, aber trotzdem die von ihm übernommenen Projekte – Archiv und Teaser- Aufnahmen für die Videografika – weiterführt. Die Reduktion der Vorstandschaft kann – wie es die Erweiterungsmöglichkeit der Vorstandschaft schon ist – ohne weiteres in die Vereinssatzung eingetragen werden.

Damit der Vorstand sich aber nicht überlastet, vergibt er einzelne Projekte an interessierte und engagierte  Clubmitglieder und lädt sie zu speziellen Sitzungen ein.

Diskussionsthema an diesem Abend war die Strenge der Besprechungen von Mitglieder-Filmen, weil sie manche Mitglieder davon abhält, überhaupt noch Filme im Club zu zeigen

Wir waren uns einig, dass wir in Zukunft die „ Hohe Latte“ nur bei Filmen anlegen werden, die sich für Wettbewerbe vorbereiten: Clubausscheidungen, Regionalwettbewerbe und höhere Ebenen. Und die Teilnahme dabei ist und bleibt freiwillig.

Wichtig für uns alle ist, dass wir Freude am Filmen haben und uns gerne in froher und kreativer Runde treffen. Die Mittwochskickers auf dem Fußballplatz wollen auch nicht gleich in die Champions-League.

So sollen wieder Filme jeder Couleur und jeder Qualitätsstufe gezeigt werden, auch in 4:3 oder vom Handy.

Eure

Heidemarie Ritter

29.04.2017

Ausfahrt freihalten gewinnt Bronze…

Ausfahrt freihalten gewinnt Bronze…

Reza Shakory gewinnt beim BDFA-Sonderwettbewerb in Senftenberg mit seinem Film „Ausfahrt freihalten“ eine Bronze-Medaille und wird zu den 75. Deutschen Filmfestspielen des „nicht kommerziellen“ Filmes nominiert. Der im Retrolook gestaltete Film überzeugt durch die Idee und die Spielfreude der Schauspieler.

Einen Rückblick auf den BDFA-Sonderwettbewerb finden Sie hier. (klick).

Die 75. Deutschen Filmfestspiele des „nicht-kommerziellen“ Filmes finden vom 25. – 28. Mai 2017 in Radolfzell am Bodensee statt.
Alle Informationen finden Sie hier. (klick).

3D – die Zweite

3D – die Zweite

Virtuelle Welten – Computeranimation mit Cinema 4D – Zwei Technikabende mit Rainer Hofmann im Ludwigsburger Filmclub LFC.

Findet Nemo – Das große Krabbeln – Ice Age. Wer kennt Sie nicht, die computeranimierten Kinofilme, die uns in bunte Fantasiewelten entführen.
Doch die wenigsten der Kinogänger wissen, wie solche Filme entstehen. Rainer Hofmann gab beim Technikabend des LFC am 24.01.2017 einen Einblick in die Technik der Computeranimation.

Beim darauffolgenden Clubabend zeigte Hofmann dann in einem „Making of“, wie sein Film  „Hauptsache Netz“ entstand. Diese Computeranimation war auf dem internationalen Filmfestival der UNICA 2016 in Suceava, Rumänien mit einer Silbermedaille ausgezeichnet worden.

Zum Einstieg demonstrierte Hofmann an einem einfachen Beispiel die Schritte, die zum Computerfilm führen: Am Anfang muss, wie bei jedem Film, natürlich eine Idee stehen. Wenn ein Handlungsablauf festliegt, kommt der nächste Schritt:
Im virtuellen, dreidimensionalen Raum werden Objekte wie Landschaften, Gebäude oder Figuren modelliert, das heißt, mit der Maus werden am Bildschirm bestimmte Formen kreiert, vom einfachen Bauklotz-Häuschen bis hin zum ausdrucksvollen Gesicht – je nach Anspruch und Können des Animators.

Durch Texturen erhalten dann die Oberflächen der Objekte bestimmte Eigenschaften wie Farbe, Glanz, Spiegelung, Transparenz.

Eine hohe Kunst – wie beim realen Film – ist das Ausleuchten. Virtuelle Lichtquellen mit verschiedenen Eigenschaften (Spot, Punktlicht, Sonne etc.) werden positioniert.

Damit aus den statischen Bildern ein Film wird, müssen die Objekte animiert werden. Hofmann zeigte dies an einem Spielzeugauto, das über eine kurvige Straße fährt. Er demonstrierte auch, wie man einen „walking cycle“ umsetzt, also wie man einer schlichten Gliederpuppe das Laufen beibringt. Auch auf spontane Ideen der Zuschauer ging Hofmann ein: Der gewünschte Fisch im Teich war ein Werk von wenigen Minuten.

Der nächste Schritt ist oft sehr zeitaufwändig: Die Bilder müssen gerendert werden. Der Computer berechnet Bild für Bild die Szene. Dabei werden Vorgaben wie Lichtquellen, Spiegelungen und Schattenwurf berücksichtigt. Pro Sekunde (Video-)Film müssen 25 Bilder berechnet werden. Der Rendervorgang für einen 10-Minutenfilm kann damit schon leicht mal zwei Wochen dauern.

Hofmann verwendet Computeranimationen in seinen Realfilmen für Titel, animierte Landkarten oder um technische Vorgänge anschaulich zu machen. Auch drei   komplett animierte Filme sind in seiner Bastelstube entstanden: „Die Musikmaschine“, „Klänge aus der Retorte“ und „Hauptsache Netz“. An Beispielen dafür, was auch ein „Einzelkämpfer“ erreichen kann, fehlte es also nicht.

Die anwesenden LFCler zeigten großes Interesse und hatten viel Spaß. Und sie haben jetzt eine Vorstellung, wie computeranimerte Filme entstehen und wie viel Arbeit dahinter steckt. Vielleicht ein Grund, mal wieder ins Kino zu gehen?

9.2.2017/R.Hofmann

3D – Animation Grundlagen

3D – Animation Grundlagen

Das war spannend!

Gestern Abend demonstrierte uns Rainer Hofmann, wie er einen 3D Animationsfilm herstellt dabei gab er uns grundlegende Einblicke in die Arbeit der 3D-Animation.

Zuerst servierte er uns einen sehr kreativen Filmleckerbissen à la „Odyssee 2001“, in welchem ein Raumschiff mit Mannschaft in den Weltraum startet. Wie das Raumschiff „Enterprise“ startet sein Raumgleiter in unbekannte Weiten und wird schließlich in poppige Farbwelten hineingezogen. Unbekannte Objekte in Form von Musik-Noten tauchen auf, das Raumschiff wird zu einem Mikrofon mit Verbindung zur Erde gemorpht und überträgt dorthin eine fetzige Musik.

Anschließend gab Rainer uns einen Überblick zu seiner Herangehensweise, welche sehr strukturiert mit einer Idee beginnt. Er erklärt uns, wie die verschiedenen Programm-Werkzeuge seines Programmes „Cinema 4D“ funktionieren. Der Arbeitsablauf ist bei der 3D-Animation identisch mit den Arbeitsweisen anderer Filmgenres. D.h. Filmidee, Aufnahme, Schnitt und Ausgabe. Bei der 3D-Animation sind dies Filmidee, Konstruktion, Animation, Rendering, Schnitt und Ausgabe des fertigen Filmes.

Alles andere war uns neu: Er gestaltete die Wiese, die Berge und den See aus einem perspektivischen Gitternetz heraus mithilfe von 3 Koordinaten. Das Haus, das Dach und das Auto konnte er aus Würfeln, Kuben, Kugeln und Zylinder formen, oder auch innere Räume entstehen lassen. Die passenden Größen konnte Rainer mit Hilfe von Eingaben in entsprechenden Rubriken im Programm oder mit Hilfe der Maus verändern. Ebenso konnte er die Position des jeweiligen Objektes verschieben.

Mit der Eingabe der Sonnen- oder Lichtposition entstanden realistische Schattenwürfe. Erstaunt hat uns auch, dass sein Programm eine Spiegelung des Hauses im See ohne zusätzliche Berechnungen und Eingaben entstehen lässt.

Im Hauptteil durften wir mit Rainers Hilfe ein Szenario erschaffen:

Eine Wiese, Berge, einen Himmel, ein Haus, ein See davor mit einem Fisch darin, eine Straße und ein Auto.

Zur farblichen Gestaltung der Flächen und Objekte hilft ihm ein programmimmanentes Repertoire an Oberflächenvorlagen, sog. Texturen. Holz-Maserungen, Ziegelstein-Adaptionen, Rasen-Fotos, welche er kachelmäßig vervielfältigen kann geben dem 3D-Körper sein Gesicht. Zudem fertigt er sich auch selbst Vorlagen durch Fotografieren von realen Flächen an.

Als unser Film fertig war, sahen wir das Auto, welches durch eine Landschaft wie die Toskana fährt. Am Haus vorbei, durch eine Baumallee sehen wir verschiedene Perspektiven. Sogar aus dem Auto heraus.

Zuletzt zeigte uns Rainer noch fertige Animationsfilme aus seinem Studio. Alles kleine Kunstwerke!

Klaus bedankte sich im Namen der 14 anwesenden Clubmitglieder für diesen sehr interessanten und lehrreichen Abend, der dem einen oder anderen von uns doch Lust auf ein solches Filmschaffen gemacht hat.

Am kommenden Clubabend wird Rainer uns zeigen, wie sein Animationsfilm „Hauptsache Netz“ entstanden ist.

Heidemarie Ritter

Kleine Jahresfeier

Kleine Jahresfeier

Unsere kleine Jahresfeier am letzten Samstag, den 21. Januar 2017.
Da wir dieses Jahr unsere große 50-Jahr-Feier begehen und diese aber erst am 25.November stattfinden wird, wollten wir schon Mal mit dem Feiern klein beginnen. So kamen in das winterliche Ludwigsburg auch schon Mal 38 Clubfreunde.
Die Bürgergaststätte in Pflugfelden hatte es uns schon letztes Jahr sehr angetan und so war es auch diesmal: Das Essen war lecker, reichlich und bezahlbar. Mit unseren Partnern füllten wir den schön geschmückten, etwas schmalen Raum, der aber dann nach Bedarf noch vergrößert werden konnte.
Als Vorsitzende begrüßte ich die muntere Gesellschaft, zu der auch seltener gesehene Club-Mitglieder und -freunde gekommen waren. Zu späterer Stunde unterhielt ich alle mit einer nachdenklich machenden Geschichte.
Der Vorteil dieses kleineren Raumes war, dass die Kommunikation intensiv, die Begegnungen vielfältiger und die Stimmung angeheizt wurde: alte Freundschaften und „Feindschaften“ konnten gepflegt und neue gegründet werden.
Natürlich wurde gefilmt, Gerd und Reza taten ihr Bestes und bei Siegi könnte man deutlich erkennen, dass die Kamera schon an seinem Arm „angewachsen“ war!
Eure Heidemarie Ritter.

Long Time No See: Der verlorene Sohn

Long Time No See: Der verlorene Sohn

Long Time No See: Der verlorene Sohn

Ein Musikclip – gestaltet als Gemeinschaftsprojekt im LFC
Der BDFA definiert einen Musik- oder Videoclip so:

„Der Videoclip (auch Musikclip oder Musikvideo) – im Folgenden Clip genannt – ist ein Kurzfilm, der in der Hauptsache ein Musikstück filmisch umsetzt. In der Regel dauert der Clip so lange wie das Musikstück, welches als Haupttonquelle dient. Beim Clip gehören Musik und Dar­stellung gleichwertig zusammen, wobei der Schwerpunkt nach Anlage des Films bei Bild oder Musik liegen kann.“

Mit dieser Definition im Kopf setzten sich im Frühjahr 2013 die drei LFC-Mitglieder Klaus Menzer, Frithjof Gänger und Tom Krug zusammen, um ein Konzept für ein gemeinschaft­liches Filmprojekt zu erstellen. Dass beim Filmen die Gemeinschaftsarbeit als Ganzes immer mehr bedeutet als die Summe der Einzelbeiträge, wurde auch hier wieder schnell klar: Fritjof als Musiker, Klaus als Gestalter und Tom als Techniker brachten ihr jeweiliges Know How ein. Und alle gemeinsam hatten eine Vorstellung, was entstehen sollte: Ein Film mit nicht nur einfach abgefilmten Musikern, die irgendeinen Song spielen, sondern mit einer Geschichte, die in bewegten Bildern den Text eines selbstgeschriebenen Songs umsetzt.

Daher dachten wir über eine Story nach, die Emotionen ausdrücken sollte und die wir mit unseren Amateurmitteln auch darstellen konnten. Schließlich kamen wir auf das Thema des verlorenen Sohns, das wir in eine realisierbare neuzeitliche Version anpassten.

Nach kurzer Diskussion der Pros und Cons entschieden wir uns, die Geschichte in den USA mit englischem Text spielen zu lassen. So entstand auch der Titel „Long Time No See“ als englische Variante zum Thema „Der Verlorene Sohn“.

Zur Darstellung dieser Geschichte waren insgesamt vier Charaktere nötig, deren Besetzung uns machbar erschien. Ein Paar als Mutter und Sohn jüngeren Alters und ein Paar als dieselbe Mutter und derselbe Sohn jeweils ca 20 Jahre älter. Dh es waren Protagonisten nötig, die eine gewisse Ähnlichkeit hatten, um deren Altern glaubhaft zu machen. Wir fanden als erstes die persönliche Unterstützung durch unsere Clubleiterin Heidi Ritter, die die ältere Mutter darstellen konnte zusammen mit ihrer Tochter Zita für die jüngere Mutter. Die Rolle des jüngeren Sohns übernahm Clubmitglied Friedemann Leis, sein älteres Pendant spielte Matthias Emmerling, Heidi Ritters Stiefsohn.

Für den Song erhielten wir die Unterstützung einiger Musiker der „Fritz Cats“, einer Band aus dem Stuttgarter Raum und deren Freunde. Frithjof „Fidi“ Gänger kümmerte sich um die Kom­po­sition, den Text und das Ein­spielen des Songs. 01_dreh_friedemann„Fritz Cats“ und Freunde
02_dreh_tomEin Wohnzimmer mit besonderem Ambiente Als nächstes suchten wir die passen­den Örtlichkeiten, wo wir die Geschichte filmen wollten. Weil Bilder ua. auch stark von den Örtlichkeiten leben, wo sie aufgenommen werden, wählten wir für die diversen Szenen möglichst typische Umgebungen. ZB richtig alte Wohnzimmer für die Innen­aufnahmen oder Graffiti-deko­rierte Bauruinen für draußen.
Die Aufnahmen der spielenden Musiker entstanden auf der Bühne der Waldorfschule Lud­wigs­burg mit einer tollen Be­leuch­tungsanlage. Wir wurden dort mit unserem Projekt sehr tatkräftig unterstützt. Eine weitere ideale Umgebung war das Stutt­garter Bankenareal in der Nähe des Hauptbahnhofs für das Auftreten des jungen erfolg­reichen Sohn.

03_dreh_lichtLichtaufbau in der Waldorfschule

04_dreh_greenscreenGreenscreen-Aufnahme

Da wir aus organisatorischen Gründen gezwungen waren, die Musiker und die Sängerin getrennt aufzunehmen und uns deshalb bei der Sängerin für eine Green-Screen-Aufnahme ent­schieden, lag es nahe, die Green-Screen-Aufnahmen später mit besonderen Hintergründen zu ergänzen. Diese ergaben sich während eines Aufenthalts von mir in Los Angeles. Dort konnte ich einige nächtliche Straßenszenen mit meiner Sony A7s als „Meister­kamera der Nacht“ aufnehmen. Damit erhielten wir nicht nur eine authen­tische amerikanische Szenerie, sondern auch die pas­sende Beleuchtung zu den vorhandenen Green-Screen Auf­nahmen.

 

Bei der Bildtechnik setzten wir auf insgesamt 5 ver­schiedene VDSLR und Camcorder von Canon und Sony. Zum Einsatz kamen auch ein Slider, ein Jib-Arm und ein Kran. Die Green-Screen-Aufnahmen machten Friedemann Lies und Frithjof Gänger.

Der Schnitt entstand in Adobe Premiere Pro, die visuellen Effekte mit Adobe After Effects. Für den Einstieg in die Geschichte wählte ich einen Tonausschnitt einer Hörfunk-Reportage über ein amerikanisches Football-Spiel. Dieser Tonausschnitt sollte einer Bildauswahl eines anderen Football­spiels entsprechen. Natürlich mussten jede Szenenauswahl und deren Gestaltung unserer Aufnahmen zur jeweiligen Textstelle des Songs inhaltlich und zeitlich passen. Dazu waren mehrfaches Probieren und öfters auch das Anpassen der jeweiligen Clipgeschwindigkeit nötig. Um die Zeitsprünge in der Geschichte deutlich zu machen, wählten wir für die Gegenwart mit der spielenden Band bunte Farbigkeit und für die Spielszenen einfarbige Bilder. Bei der Green-Screen-Bearbeitung war die randfreie Freistellung der Sängerin besonders schwierig, obwohl die Aufnahme mit vertikal gestellter Kamera erfolgte, um eine möglichst hohe Bild-Auflösung zur Verfügung zu haben.

Der Film war erstmals im Sommer 2015 vorführbereit. Die sehr positiven Ergebnisse, die unser Musikclip bei verschiedenen Film-Wettbewerben erzielte, waren echter „Lohn“ für den Aufwand und das Engagement aller Beteiligten. Es gab differenziertes Lob für die Musik, die Geschichte, die schauspielerische Darstellung und die technische Umsetzung des Films. Auf den Punkt brachte es eine spontane Bewertung: „Echt geiler Scheiß!“

Wir hatten bei diesem Gemein­schafts­projekt viel Spaß. Des­halb entstand nebenbei noch ein sehens­wertes „Making Of“ unserer Arbeit. Außerdem lernten wir viel. Deshalb trauen wir uns bei unserem nächsten Musikclip-Projekt noch mehr zu. 05_dreh_bauernhofFidi Gänger und Heidi Ritter
  Text und Bilder Tom Krug