Rainer Hofmann erhält Kulturehrung

Rainer Hofmann erhält Kulturehrung

Rainer Hofmann erhält für den Erfolg seines Filmes „Hauptsache Netz“, der Film erhielt beim World Movie Cup 2016 eine Silbermedaille, am Freitag den 12.05.2017 die Ehrung der Stadt Ludwigsburg.

Ute Pohl & Gerhard Böhmler siegreich

Ute Pohl & Gerhard Böhmler siegreich

Ute Pohl & Gerhard Böhmler gewinnen mit ihrem Film „Geborgene Zwischenräume“ beim BDFA-Bundesfilmfestival Dokumentarischer Film in St. Wolfgang eine Silber-Medaille. Dieser Film wird zu den 75. Deutschen Filmfestspielen des „nicht kommerziellen“ Filmes nach Radolfzell nominiert.

Bericht von der JHV 2016/17

Bericht von der JHV 2016/17

Neues von der Jahreshauptversammlung 2016/17 Ludwigsburger Filmclub

Liebe Clubmitglieder

wieder ist ein Club Jahr vergangen. Der Vorstand hat seine Berichte geliefert, die Kassenprüfer haben entlastet und ebenso wurde es der Vorstand.

Es gab turnusmäßige Neuwahlen: 1. Vorsitzende, Technischer Leiter und Schatzmeister. Die Alten – Heidemarie Ritter, Volker Drittel und Klaus Menzer sind die Neuen. Für das seit Gerds Ausfall vakante  Kassierer-Amt hat sich seine Stellvertreterin Ute Pohl bereitgefunden und wurde gewählt, ohne dass sie dem Vorstand angehören muss.

Die Vorstandschaft hat sich auf 5 Mitglieder verkleinert: einmal, weil Gerd Böhmler wegen schwerer Erkrankung für längere Zeit ausfällt und Reza Shakory wegen beruflich zeitlicher Belastung selten im Vorstand sein kann, aber trotzdem die von ihm übernommenen Projekte – Archiv und Teaser- Aufnahmen für die Videografika – weiterführt. Die Reduktion der Vorstandschaft kann – wie es die Erweiterungsmöglichkeit der Vorstandschaft schon ist – ohne weiteres in die Vereinssatzung eingetragen werden.

Damit der Vorstand sich aber nicht überlastet, vergibt er einzelne Projekte an interessierte und engagierte  Clubmitglieder und lädt sie zu speziellen Sitzungen ein.

Diskussionsthema an diesem Abend war die Strenge der Besprechungen von Mitglieder-Filmen, weil sie manche Mitglieder davon abhält, überhaupt noch Filme im Club zu zeigen

Wir waren uns einig, dass wir in Zukunft die „ Hohe Latte“ nur bei Filmen anlegen werden, die sich für Wettbewerbe vorbereiten: Clubausscheidungen, Regionalwettbewerbe und höhere Ebenen. Und die Teilnahme dabei ist und bleibt freiwillig.

Wichtig für uns alle ist, dass wir Freude am Filmen haben und uns gerne in froher und kreativer Runde treffen. Die Mittwochskickers auf dem Fußballplatz wollen auch nicht gleich in die Champions-League.

So sollen wieder Filme jeder Couleur und jeder Qualitätsstufe gezeigt werden, auch in 4:3 oder vom Handy.

Eure

Heidemarie Ritter

29.04.2017

Ausfahrt freihalten gewinnt Bronze…

Ausfahrt freihalten gewinnt Bronze…

Reza Shakory gewinnt beim BDFA-Sonderwettbewerb in Senftenberg mit seinem Film „Ausfahrt freihalten“ eine Bronze-Medaille und wird zu den 75. Deutschen Filmfestspielen des „nicht kommerziellen“ Filmes nominiert. Der im Retrolook gestaltete Film überzeugt durch die Idee und die Spielfreude der Schauspieler.

Einen Rückblick auf den BDFA-Sonderwettbewerb finden Sie hier. (klick).

Die 75. Deutschen Filmfestspiele des „nicht-kommerziellen“ Filmes finden vom 25. – 28. Mai 2017 in Radolfzell am Bodensee statt.
Alle Informationen finden Sie hier. (klick).

3D – die Zweite

3D – die Zweite

Virtuelle Welten – Computeranimation mit Cinema 4D – Zwei Technikabende mit Rainer Hofmann im Ludwigsburger Filmclub LFC.

Findet Nemo – Das große Krabbeln – Ice Age. Wer kennt Sie nicht, die computeranimierten Kinofilme, die uns in bunte Fantasiewelten entführen.
Doch die wenigsten der Kinogänger wissen, wie solche Filme entstehen. Rainer Hofmann gab beim Technikabend des LFC am 24.01.2017 einen Einblick in die Technik der Computeranimation.

Beim darauffolgenden Clubabend zeigte Hofmann dann in einem „Making of“, wie sein Film  „Hauptsache Netz“ entstand. Diese Computeranimation war auf dem internationalen Filmfestival der UNICA 2016 in Suceava, Rumänien mit einer Silbermedaille ausgezeichnet worden.

Zum Einstieg demonstrierte Hofmann an einem einfachen Beispiel die Schritte, die zum Computerfilm führen: Am Anfang muss, wie bei jedem Film, natürlich eine Idee stehen. Wenn ein Handlungsablauf festliegt, kommt der nächste Schritt:
Im virtuellen, dreidimensionalen Raum werden Objekte wie Landschaften, Gebäude oder Figuren modelliert, das heißt, mit der Maus werden am Bildschirm bestimmte Formen kreiert, vom einfachen Bauklotz-Häuschen bis hin zum ausdrucksvollen Gesicht – je nach Anspruch und Können des Animators.

Durch Texturen erhalten dann die Oberflächen der Objekte bestimmte Eigenschaften wie Farbe, Glanz, Spiegelung, Transparenz.

Eine hohe Kunst – wie beim realen Film – ist das Ausleuchten. Virtuelle Lichtquellen mit verschiedenen Eigenschaften (Spot, Punktlicht, Sonne etc.) werden positioniert.

Damit aus den statischen Bildern ein Film wird, müssen die Objekte animiert werden. Hofmann zeigte dies an einem Spielzeugauto, das über eine kurvige Straße fährt. Er demonstrierte auch, wie man einen „walking cycle“ umsetzt, also wie man einer schlichten Gliederpuppe das Laufen beibringt. Auch auf spontane Ideen der Zuschauer ging Hofmann ein: Der gewünschte Fisch im Teich war ein Werk von wenigen Minuten.

Der nächste Schritt ist oft sehr zeitaufwändig: Die Bilder müssen gerendert werden. Der Computer berechnet Bild für Bild die Szene. Dabei werden Vorgaben wie Lichtquellen, Spiegelungen und Schattenwurf berücksichtigt. Pro Sekunde (Video-)Film müssen 25 Bilder berechnet werden. Der Rendervorgang für einen 10-Minutenfilm kann damit schon leicht mal zwei Wochen dauern.

Hofmann verwendet Computeranimationen in seinen Realfilmen für Titel, animierte Landkarten oder um technische Vorgänge anschaulich zu machen. Auch drei   komplett animierte Filme sind in seiner Bastelstube entstanden: „Die Musikmaschine“, „Klänge aus der Retorte“ und „Hauptsache Netz“. An Beispielen dafür, was auch ein „Einzelkämpfer“ erreichen kann, fehlte es also nicht.

Die anwesenden LFCler zeigten großes Interesse und hatten viel Spaß. Und sie haben jetzt eine Vorstellung, wie computeranimerte Filme entstehen und wie viel Arbeit dahinter steckt. Vielleicht ein Grund, mal wieder ins Kino zu gehen?

9.2.2017/R.Hofmann

3D – Animation Grundlagen

3D – Animation Grundlagen

Das war spannend!

Gestern Abend demonstrierte uns Rainer Hofmann, wie er einen 3D Animationsfilm herstellt dabei gab er uns grundlegende Einblicke in die Arbeit der 3D-Animation.

Zuerst servierte er uns einen sehr kreativen Filmleckerbissen à la „Odyssee 2001“, in welchem ein Raumschiff mit Mannschaft in den Weltraum startet. Wie das Raumschiff „Enterprise“ startet sein Raumgleiter in unbekannte Weiten und wird schließlich in poppige Farbwelten hineingezogen. Unbekannte Objekte in Form von Musik-Noten tauchen auf, das Raumschiff wird zu einem Mikrofon mit Verbindung zur Erde gemorpht und überträgt dorthin eine fetzige Musik.

Anschließend gab Rainer uns einen Überblick zu seiner Herangehensweise, welche sehr strukturiert mit einer Idee beginnt. Er erklärt uns, wie die verschiedenen Programm-Werkzeuge seines Programmes „Cinema 4D“ funktionieren. Der Arbeitsablauf ist bei der 3D-Animation identisch mit den Arbeitsweisen anderer Filmgenres. D.h. Filmidee, Aufnahme, Schnitt und Ausgabe. Bei der 3D-Animation sind dies Filmidee, Konstruktion, Animation, Rendering, Schnitt und Ausgabe des fertigen Filmes.

Alles andere war uns neu: Er gestaltete die Wiese, die Berge und den See aus einem perspektivischen Gitternetz heraus mithilfe von 3 Koordinaten. Das Haus, das Dach und das Auto konnte er aus Würfeln, Kuben, Kugeln und Zylinder formen, oder auch innere Räume entstehen lassen. Die passenden Größen konnte Rainer mit Hilfe von Eingaben in entsprechenden Rubriken im Programm oder mit Hilfe der Maus verändern. Ebenso konnte er die Position des jeweiligen Objektes verschieben.

Mit der Eingabe der Sonnen- oder Lichtposition entstanden realistische Schattenwürfe. Erstaunt hat uns auch, dass sein Programm eine Spiegelung des Hauses im See ohne zusätzliche Berechnungen und Eingaben entstehen lässt.

Im Hauptteil durften wir mit Rainers Hilfe ein Szenario erschaffen:

Eine Wiese, Berge, einen Himmel, ein Haus, ein See davor mit einem Fisch darin, eine Straße und ein Auto.

Zur farblichen Gestaltung der Flächen und Objekte hilft ihm ein programmimmanentes Repertoire an Oberflächenvorlagen, sog. Texturen. Holz-Maserungen, Ziegelstein-Adaptionen, Rasen-Fotos, welche er kachelmäßig vervielfältigen kann geben dem 3D-Körper sein Gesicht. Zudem fertigt er sich auch selbst Vorlagen durch Fotografieren von realen Flächen an.

Als unser Film fertig war, sahen wir das Auto, welches durch eine Landschaft wie die Toskana fährt. Am Haus vorbei, durch eine Baumallee sehen wir verschiedene Perspektiven. Sogar aus dem Auto heraus.

Zuletzt zeigte uns Rainer noch fertige Animationsfilme aus seinem Studio. Alles kleine Kunstwerke!

Klaus bedankte sich im Namen der 14 anwesenden Clubmitglieder für diesen sehr interessanten und lehrreichen Abend, der dem einen oder anderen von uns doch Lust auf ein solches Filmschaffen gemacht hat.

Am kommenden Clubabend wird Rainer uns zeigen, wie sein Animationsfilm „Hauptsache Netz“ entstanden ist.

Heidemarie Ritter

Kleine Jahresfeier

Kleine Jahresfeier

Unsere kleine Jahresfeier am letzten Samstag, den 21. Januar 2017.
Da wir dieses Jahr unsere große 50-Jahr-Feier begehen und diese aber erst am 25.November stattfinden wird, wollten wir schon Mal mit dem Feiern klein beginnen. So kamen in das winterliche Ludwigsburg auch schon Mal 38 Clubfreunde.
Die Bürgergaststätte in Pflugfelden hatte es uns schon letztes Jahr sehr angetan und so war es auch diesmal: Das Essen war lecker, reichlich und bezahlbar. Mit unseren Partnern füllten wir den schön geschmückten, etwas schmalen Raum, der aber dann nach Bedarf noch vergrößert werden konnte.
Als Vorsitzende begrüßte ich die muntere Gesellschaft, zu der auch seltener gesehene Club-Mitglieder und -freunde gekommen waren. Zu späterer Stunde unterhielt ich alle mit einer nachdenklich machenden Geschichte.
Der Vorteil dieses kleineren Raumes war, dass die Kommunikation intensiv, die Begegnungen vielfältiger und die Stimmung angeheizt wurde: alte Freundschaften und „Feindschaften“ konnten gepflegt und neue gegründet werden.
Natürlich wurde gefilmt, Gerd und Reza taten ihr Bestes und bei Siegi könnte man deutlich erkennen, dass die Kamera schon an seinem Arm „angewachsen“ war!
Eure Heidemarie Ritter.

Long Time No See: Der verlorene Sohn

Long Time No See: Der verlorene Sohn

Long Time No See: Der verlorene Sohn

Ein Musikclip – gestaltet als Gemeinschaftsprojekt im LFC
Der BDFA definiert einen Musik- oder Videoclip so:

„Der Videoclip (auch Musikclip oder Musikvideo) – im Folgenden Clip genannt – ist ein Kurzfilm, der in der Hauptsache ein Musikstück filmisch umsetzt. In der Regel dauert der Clip so lange wie das Musikstück, welches als Haupttonquelle dient. Beim Clip gehören Musik und Dar­stellung gleichwertig zusammen, wobei der Schwerpunkt nach Anlage des Films bei Bild oder Musik liegen kann.“

Mit dieser Definition im Kopf setzten sich im Frühjahr 2013 die drei LFC-Mitglieder Klaus Menzer, Frithjof Gänger und Tom Krug zusammen, um ein Konzept für ein gemeinschaft­liches Filmprojekt zu erstellen. Dass beim Filmen die Gemeinschaftsarbeit als Ganzes immer mehr bedeutet als die Summe der Einzelbeiträge, wurde auch hier wieder schnell klar: Fritjof als Musiker, Klaus als Gestalter und Tom als Techniker brachten ihr jeweiliges Know How ein. Und alle gemeinsam hatten eine Vorstellung, was entstehen sollte: Ein Film mit nicht nur einfach abgefilmten Musikern, die irgendeinen Song spielen, sondern mit einer Geschichte, die in bewegten Bildern den Text eines selbstgeschriebenen Songs umsetzt.

Daher dachten wir über eine Story nach, die Emotionen ausdrücken sollte und die wir mit unseren Amateurmitteln auch darstellen konnten. Schließlich kamen wir auf das Thema des verlorenen Sohns, das wir in eine realisierbare neuzeitliche Version anpassten.

Nach kurzer Diskussion der Pros und Cons entschieden wir uns, die Geschichte in den USA mit englischem Text spielen zu lassen. So entstand auch der Titel „Long Time No See“ als englische Variante zum Thema „Der Verlorene Sohn“.

Zur Darstellung dieser Geschichte waren insgesamt vier Charaktere nötig, deren Besetzung uns machbar erschien. Ein Paar als Mutter und Sohn jüngeren Alters und ein Paar als dieselbe Mutter und derselbe Sohn jeweils ca 20 Jahre älter. Dh es waren Protagonisten nötig, die eine gewisse Ähnlichkeit hatten, um deren Altern glaubhaft zu machen. Wir fanden als erstes die persönliche Unterstützung durch unsere Clubleiterin Heidi Ritter, die die ältere Mutter darstellen konnte zusammen mit ihrer Tochter Zita für die jüngere Mutter. Die Rolle des jüngeren Sohns übernahm Clubmitglied Friedemann Leis, sein älteres Pendant spielte Matthias Emmerling, Heidi Ritters Stiefsohn.

Für den Song erhielten wir die Unterstützung einiger Musiker der „Fritz Cats“, einer Band aus dem Stuttgarter Raum und deren Freunde. Frithjof „Fidi“ Gänger kümmerte sich um die Kom­po­sition, den Text und das Ein­spielen des Songs. 01_dreh_friedemann„Fritz Cats“ und Freunde
02_dreh_tomEin Wohnzimmer mit besonderem Ambiente Als nächstes suchten wir die passen­den Örtlichkeiten, wo wir die Geschichte filmen wollten. Weil Bilder ua. auch stark von den Örtlichkeiten leben, wo sie aufgenommen werden, wählten wir für die diversen Szenen möglichst typische Umgebungen. ZB richtig alte Wohnzimmer für die Innen­aufnahmen oder Graffiti-deko­rierte Bauruinen für draußen.
Die Aufnahmen der spielenden Musiker entstanden auf der Bühne der Waldorfschule Lud­wigs­burg mit einer tollen Be­leuch­tungsanlage. Wir wurden dort mit unserem Projekt sehr tatkräftig unterstützt. Eine weitere ideale Umgebung war das Stutt­garter Bankenareal in der Nähe des Hauptbahnhofs für das Auftreten des jungen erfolg­reichen Sohn.

03_dreh_lichtLichtaufbau in der Waldorfschule

04_dreh_greenscreenGreenscreen-Aufnahme

Da wir aus organisatorischen Gründen gezwungen waren, die Musiker und die Sängerin getrennt aufzunehmen und uns deshalb bei der Sängerin für eine Green-Screen-Aufnahme ent­schieden, lag es nahe, die Green-Screen-Aufnahmen später mit besonderen Hintergründen zu ergänzen. Diese ergaben sich während eines Aufenthalts von mir in Los Angeles. Dort konnte ich einige nächtliche Straßenszenen mit meiner Sony A7s als „Meister­kamera der Nacht“ aufnehmen. Damit erhielten wir nicht nur eine authen­tische amerikanische Szenerie, sondern auch die pas­sende Beleuchtung zu den vorhandenen Green-Screen Auf­nahmen.

 

Bei der Bildtechnik setzten wir auf insgesamt 5 ver­schiedene VDSLR und Camcorder von Canon und Sony. Zum Einsatz kamen auch ein Slider, ein Jib-Arm und ein Kran. Die Green-Screen-Aufnahmen machten Friedemann Lies und Frithjof Gänger.

Der Schnitt entstand in Adobe Premiere Pro, die visuellen Effekte mit Adobe After Effects. Für den Einstieg in die Geschichte wählte ich einen Tonausschnitt einer Hörfunk-Reportage über ein amerikanisches Football-Spiel. Dieser Tonausschnitt sollte einer Bildauswahl eines anderen Football­spiels entsprechen. Natürlich mussten jede Szenenauswahl und deren Gestaltung unserer Aufnahmen zur jeweiligen Textstelle des Songs inhaltlich und zeitlich passen. Dazu waren mehrfaches Probieren und öfters auch das Anpassen der jeweiligen Clipgeschwindigkeit nötig. Um die Zeitsprünge in der Geschichte deutlich zu machen, wählten wir für die Gegenwart mit der spielenden Band bunte Farbigkeit und für die Spielszenen einfarbige Bilder. Bei der Green-Screen-Bearbeitung war die randfreie Freistellung der Sängerin besonders schwierig, obwohl die Aufnahme mit vertikal gestellter Kamera erfolgte, um eine möglichst hohe Bild-Auflösung zur Verfügung zu haben.

Der Film war erstmals im Sommer 2015 vorführbereit. Die sehr positiven Ergebnisse, die unser Musikclip bei verschiedenen Film-Wettbewerben erzielte, waren echter „Lohn“ für den Aufwand und das Engagement aller Beteiligten. Es gab differenziertes Lob für die Musik, die Geschichte, die schauspielerische Darstellung und die technische Umsetzung des Films. Auf den Punkt brachte es eine spontane Bewertung: „Echt geiler Scheiß!“

Wir hatten bei diesem Gemein­schafts­projekt viel Spaß. Des­halb entstand nebenbei noch ein sehens­wertes „Making Of“ unserer Arbeit. Außerdem lernten wir viel. Deshalb trauen wir uns bei unserem nächsten Musikclip-Projekt noch mehr zu. 05_dreh_bauernhofFidi Gänger und Heidi Ritter
  Text und Bilder Tom Krug

 

Nachrichten von der 32. VIDEOGRAFIKA

Nachrichten von der 32. VIDEOGRAFIKA

Am 12. und 13. November fand dieses Jahr das Kurz-Film-Festival Videografika in der schönen Stadt Lahr am Rand des Schwarzwaldes statt. Dort hatte der Film- und Videoclub Lahr den großen Pflugsaal der Volkshochschule mit gastfreundlicher Atmosphäre vorbereitet.

Es waren 36 Filme gemeldet. Der Kürzeste dauerte 1 Minute von unserem Reza Shakory und der Längste 19 Minuten von Josef Pettinger vom FC Teck.

Die wichtigsten Infos über unsere Teilnehmer zuerst:

Gerd Böhmler und Ute Pohl errangen mit ihrer Doku: „Geborgene Zwischenräume“, 11 Minuten, einen zweiten Preis und die Weitermeldung zum Bundesfilmfestival DOKU des BDFA. Ebenfalls einen zweiten Preis errang Rezas „Einfahrt freihalten“. Er wurde zum Bundesfilmfestival DOKU des BDFA nominiert. Was noch nicht bedeutet, dass der Film dort laufen wird. Leider.

Die Teamarbeit von Tom Krug und Frank Lauter „Auf den Spuren der Haller Landhege“, 16 Minuten, welche über den LFC angemeldet war, bekam einen dritten Preis.

Zu den erfolgreichsten Filmen der Videografika  in Kürze:

Von den 5 gezeigten Naturfilmen wurde Frank Lauters „Im Reich des Laubfroschs“, 9 Minuten, neben einem 1. Preis mit dem Sonderpreis der Stadt Lahr für einen „herausragenden Naturfilm“ vom anwesenden Bürgermeister Dr. Müller ausgezeichnet.

Den Publikumspreis und den Sonderpreis „Käthchen von Heilbronn“ erhielt der Spielfilm „Jeska“ mit einer Laufzeit von 16 Minuten von Enrico Kurz vom FC Lahr. Erzählt wird darin die auf einer wahren Begebenheit basierende tragische Familiengeschichte einer kleinen Halbwaise in einem afrikanischen Dorf. Jeska hat am Schluss das Glück, in einem der wenigen Waisenhäuser Geborgenheit zu finden. Von der Jury wurde dieser Film mit einem 1. Preis bedacht und wurde zum Besten Film des Wettbewerbs gekürt.

Ebenfalls sehr erfolgreich war derselbe Autor aus dem Lahrer Filmclub mit einem weiteren Spielfilm: „Es war einmal“, Laufzeit: 7 Minuten. Darin werden die Entstehung und die Entwicklung einer Utopie für die Welt gezeigt, welche aus Kinderhänden beim Pflanzen umtopfen und deren symbolischer Deutung eines Politikers friedlich und ökologisch wurde.

Die stimmungsvolle Doku eines Spazierganges durch Fees/Marokko unseres Filmfreundes Frank Melchert aus Heilbronn mit dem Titel „Der Fremde“, 11 Minuten, wurde ebenfalls mit einem 1. Preis ausgezeichnet.

Die Karlsruher Filmer Doris & Cord von Restorff brachten gleich zwei Dokus sehr erfolgreich zum Wettbewerb: „Robertina“, 10 Minuten“, und „Bei den Bergvölkern im Norden Vietnams“, 12 Minuten. Im letzteren Film wird der Zuschauer zu einer farbenprächtigen, aber technisch weit rückständigen Agrargesellschaft geführt, in welcher es nur den wenigsten Menschen gelingt, vom technischen Fortschritt wie Waschmaschinen und Fernseher zu profitieren.

Eine sehr sehenswerte und interessante Doku lieferte Karl-Heinz Kosmalla vom FC Teck mit seinem Film „Das kleine Kraftwerk am Mühlkanal“, 7 Minuten. Hier schildert er nachvollziehbar, wie ein altes Kraftwerk mit Unterstützung rentabel gemacht wurde.

Besonders erwähnenswert sind hier auch die „Giganten der Lüfte“, 14 Minuten, von Jürgen & Bergit Bergmann vom FC Ortenau. Bei dieser Doku handelt es sich um die Schönheit der fliegenden Gänsegeier, ihren in den letzten Jahrzehnten immer mehr gefährdeten Lebensraum und ihrer Bedeutung für die natürliche Aasbeseitigung.

Der vom LV-Jugendreferat eingeladene fiktionale Film „Credo“, 17 Minuten ebenfalls einen ersten Preis. Dieser wurde von Jana Entenmann und Hans-Jürgen Ramoth produziert. Herr Ramoth führt seit Jahren sehr engagiert und immer wieder erfolgreich Jugendliche an das Filme machen heran.

Die Videografika konnte sich am zweiten Tag eines großen Zuspruchs erfreuen, etwa 250 Filmbegeisterte füllten am Sonntagnachmittag den Saal. Und so können die Ausrichter, der Film- und Videoclub Lahr e.V. mit seinem Vorsitzenden Wolfgang Hierlinger, und unser BDFA-Landesvorsitzender, Walter Reichhart, hochzufrieden sein.

Zu erwähnen ist noch, dass Herr Böhler als Nachfolger von Herrn Fett die Filmvorführung reibungslos auf die Leinwand brachte.

Heidemarie Ritter – 1. Vorsitzende des LFC

Club- & Regio sind gelaufen…

Club- & Regio sind gelaufen…

Kleiner Bericht unserer Filmwettbewerbe im Herbst 2016

Ein sehr inhaltlich breitgefächertes Filmangebot hatten wir bei unserem diesjährigen Clubwettbewerb am Samstag, den 8. Oktober in unseren Clubräumen, sowie eine Woche später, am 15. Oktober beim Regionalwettbewerb in Ludwigsburg-Eglosheim, bei welchem wir Ausrichter waren.

Die Wettbewerbe umfassten Reisefilme, Dokumentationen, und  jeweils einen Familienfilm, Spielfilm und Unterrichtsfilm. Heute werden diese Kategorien der Einfachheit halber bei uns im BDFA ja unterschieden zwischen „non-fiction“, also nicht erfundene, reale Inhalte. „fiction“ bedeutet überwiegend erfundene Inhalte.

Jurymitglieder waren beim Clubwettbewerb: M. Autenrieth, N. Lauter, A. Steffens, J. Wernstedt und S. Zittinger.

Unsere Clubmitglieder Dieter Brucker und Hartmut Schiefelbein lieferten jeder gleich mehrere Filme.

Ganz im alten, uns wohlbekannten Stil brachte Dieter einen  Reisefilm „Zu Besuch in Bremerhaven“, welcher ihm im Clubwettbewerb  Silber und durch die Weitermeldung beim Regionalwettbewerb Bronze brachte. In seinem Film „Das naturgeschichtliches Alphabet“ verknüpfte Dieter den bekannten Comic von Wilhelm Busch mit eigenen Szenen aus seinem Filmarchiv. Die Jury bedachte ihn mit einem 2. Preis ohne Weitermeldung.

Hartmut Schiefelbein lieferte drei Filme, welche er allein mit seinem smartphone aufgenommen hatte. Für seine Reportage „LFC Ausflug zum Trifels und zum Filmmuseum Deidesheim“ gab ihm die Jury einen zweiten Preis. Seine beiden anderen Filme „Zirkus Roncalli“ und „Madrid“ erlangten Bronze mit Hinweisen auf Verbesserungsmöglichkeiten.

Bronze bekam Erich Leinauer für seine Reportage „Besigheimer Winzerfest 2015“.

Eine Überraschung erlebten wir bei Reza Shakorys kurzem, komödienhaftem  Spielfilm „Ausfahrt freihalten“, welchen er zusammen mit seiner Frau Nathalie gedreht hat. Er bekam Gold und die Weitermeldung zum Regionalwettbewerb, bei dem er einen zweiten Preis erreichte und die Weitermeldung zur Videografika nach Lahr erhielt.

Gold erhielten auch Ute Pohl und Gerhard Böhmler für ihre Dokumentation der Entstehung einer Eisenplastik von Fero Freimark „Geborgene Zwischenräume“. Dieses Kunstwerk steht in Pforzheim vor der Neugestaltung des Gasometers. Ihr beider Film gewann einen zweiten Preis bei dem Regionalwettbewerb und wurde auch zur Videografika weitergemeldet.

Beim Regionalwettbewerb erlangte Tom Krug mit einem zusammen mit Frank Lauter produzierten Film „Auf den Spuren der Haller Landhege“ einen ersten Preis. In diesem Film wird die Geschichte eines ganzen Landkreises dargestellt, wie sich die Bauern gemeinsam erfolgreich gegen marodierende Ritterbanden geschützt haben. Auch dieser Film wurde zur Videografika nach Lahr weitergemeldet.

17 Filme waren zum Regio gemeldet. Erste Preise gewannen Frank Lauter mit dem Naturfilm „Im Reich des Laubfroschs“,  dann seine  Teamproduktion mit Tom Krug über die Haller Landhege, sowie  Elmar Maurus‘ von der KoFA mit seiner Dokumentation einer familiären Recherche nach dem tragischen Verschwinden von „Tante Anna und ein Schloss“ in der Nazizeit. Insgesamt erhielten 11 Filme Weitermeldungen zur Videografika oder zum Landesfilmwettbewerb, also für die meisten Teilnehmer ein gelungenes Ergebnis.

Die Jury des Regionalwettbewerbs setzte sich wie folgt zusammen:

Juryleitung: Lutz Schulze, Weilheim

Jury: Ewa Horke, Hannover – Alex Bootz, München – David Gräber, Radolfzell – Philipp Rösner, Schwäbisch Hall.
Interessant waren die Beiträge der 3 jüngeren Jurymitglieder, welche auch teilweise in filmnahen Berufen arbeiten.

Insgesamt waren etwa 60 Personen bei dem Regionalwettbewerb.

Bei der Gestaltung des Regionalwettbewerbs waren 10 LFC-Mitglieder mit Partnerinnen tatkräftig dabei:
Für den leiblichen Genuss war ein reichhaltiges Kuchenbüffet aufgebaut und mittags gab es Weißwürste und Brezeln.

Das Catering und den Blumenschmuck hatten Marianne Zittinger, Carmen Specht, Monika Menzer voll im Griff.
Sylvia Leinauer, Sabine Böhmler und Gisela Autenrieth halfen bei Kasse und Ausgabe.

Unsere Männer Volker Drittel, Klaus Menzer, Gerd Böhmler, Hans Scheck, Tom Krug, Siegfried Zittinger, Erich Leinauer, Reza Shakory arbeiteten an Technik, Kasse, Film- und Fotoaufnahmen und Moderation.

Die Frauen bekamen einen Blumenstrauß von der Clubleiterin als Dankeschön, die Männer eine Bierflasche mit Retro-Bügel, die Jurymitglieder jeweils eine Flasche guten Rotwein.

Am Ende bedankte sich unser Regionalleiter Klaus Menzer bei allen für die Teilnahme und Unterstützung und verteilte ebenfalls Überraschungen.

Zu erwähnen ist noch, dass das Gemeindehaus in Eglosheim in der Fischbrunnenstraße  für den Regionalwettbewerb trotz Parkprobleme uns einen schönen Rahmen geboten hat.

Heidi Ritter 8.11.2016